Stonehunter Frostfire Milo Stonehunter Jaumont Jamie
Nach meinem Geburtstag verging die Zeit so rasend schnell, daß ich gar nicht mehr zum diktieren kam. Heute haben wir den 1. Januar im Jahr 2010, ich liege in meinem Bettchen, träume vor mich hin und teleportiere meine Gedanken an das Schreiberlein vorm PC.
Eine Woche nachdem ich meinen 1. Geburtstag gefeiert habe, hatte ich meinen zweiten Workingtest. Diesmal brauchten wir gar nicht so weit fahren, denn der fand in Burbach statt. Wie immer könnt ihr alles über die WTs, Seminare und spezielle andere Tätigkeiten von mir auf den Extra-Seiten nachlesen.
Das Dummytraining und die Workingtests machen unheimlich viel Spaß, nicht nur mir, sondern auch meinen Zweibeinern. Man lernt viele neue Gegenden kennen, neue Hundefreunde und Menschenfreunde. Da aber auch ein bißchen Arbeit hinter der ganzen Sache steckt, muss natürlich auch gelernt werden. So standen dann auch wieder einige Seminare im Vordergrund. Im Juni und September waren wir wieder bei Norma und Cyra in Abtweiler.
Zwischendurch immer mal wieder Training im DRC und zu Hause:


Dieses Jahr habe ich meine Begleithundeprüfung abgelegt. Und was gibt es immer vor den Prüfungen? Na, wer weiß es, wer meldet sich freiwillig? Keiner? Aber hallo, ihr wißt es doch ganz genau, traut euch nur nicht es zu sagen, oder? Ein: Seminar! Ja klar, ein "Begleithundeprüfungsseminar" bei Jutta. Ehrlich gesagt, war das auch dringend nötig! Aber immerhin habe ich die Prüfung bestanden!
In der zweiten Jahreshälfte haben wir dann mal einen Ausflug zu dem WT "Tanz auf dem Vulkan" gemacht. Das war ja vielleicht aufregend. Zum einen, weil ich da nicht mitmachen durfte -so komisch, fahren auf 'nen WT und ich darf nicht- und weil ich da meine Halbschwester Evita kurz gesehen habe und ganz viele andere aus der Verwandtschaft.
Zu der Zeit bin ich Halbbruder geworden. Meine Mama hat sieben Welpis bekommen.
Fast hätte ich vergessen, einen Monat vorher waren wir beim WT in Nassau. Und abgeschlossen haben wir die Saison beim RTT Lohmar. Dort hab ich dann auch mal meine Schwester Hazel wiedergetroffen. Immer noch so hübsch wie damals. Feine Dame halt! Als Heike und Hazel uns dann mal besucht haben, hat sie ihre andere Seite gezeigt: Hund, die kann ja auch ganz schön rumrasen!


Seit Oktober habe ich mein Trainingszelt in Much aufgeschlagen. Wir trainieren jetzt einmal in der Woche bei Angelika Theuerkauf. Das ist schon ganz schön harte Arbeit. Aber von nix kommt nix, und außerdem macht es tierischen und menschlichen Spaß!
Allerdings habe ich zum Jahreswechsel ein Zwangspause einlegen müssen. An einem Sonntag im November hatten wir noch ein Steadyness-Seminar in Much, und eine Woche später bin ich dann in so 'ne blöde Scherbe getreten. Aber vom feinsten. Anscheinend ist das so eine Krankheit von uns Geschwistern: der eine schneidet sich, der andere reisst sich die Kralle raus, und wieder hier ein Schnitt und da ein Schnitt. Erst haben wir immer gedacht, was machen die anderen bloß, aber dann hat es mich halt auch erwischt. Sechs lange Wochen hat es gedauert, bis das wieder komplett zu war. So konnte ich dann an meinem geplanten Wesenstest nicht teilnehmen. Den verschieben wir dann mal auf nächstes Jahr.
Aber die Weihnachtsfeier, die hab ich mir nicht entgehen lassen. Musste halt bis auf paar Ausnahmen immer an der Leine bleiben und hatte ein schickes Schühchen an:

Die Feiertage an Weihnachten waren auch ruhig. Zwei Tage vor Heiligabend habe ich Post bekommen: ein riesengroßes Paket mit verführerischem Duft! Eine große Ladung von Rinderohren, Lunge und anderem Knabberzeugs, nur für mich. Ich durfte sogar probieren. Jetzt steht das Zeug im Keller, und ich dachte, ich dürfte alles auf einmal haben. Pustekuchen. Dafür habe ich aber ein Weihnachtsgeschenk bekommen: Mister Beaver ist jetzt mir:

Außerdem habe ich eine neue schicke grüne Kuscheldecke für mein Bettchen bekommen. Da läßt es sich herrlich drin kuscheln. Ich habe meine Leute dann auch bis morgens um halb neun schlafen lassen.

An Silvester gab es diesmal keine zischenden Dummies, die gen Himmel geflogen sind. Wir waren bei meinem Freund Anton und Mieze Moritz. Dort haben wir ein bißchen geklönt. Jeder lag in einer anderen Ecke. Moritz meinte, er müßte mich wohl mal in meiner Ecke besuchen kommen. Da ich aber den Befehl hatte liegen zu bleiben, mußte ich ihn wohl zähneknirschend an mir vorbeiziehen lassen. Der hätte mir fast noch seinen Schwanz ins Gesicht gewedelt. Einfach nur frech. Aber ich bin ja gut erzogen! Bevor die Knallerei dann losging, waren wir auch schon wieder zu Hause, ein gemütlicher Fernsehabend -wobei komischerweise der Fernseher so laut war, ich hab gedacht am letzten Tag des Jahres werden die taub-, ich hab mein Nickerchen gemacht und gut war. Ich bin dann mal aufgestanden, weil so Zischgeräusche von draußen zu hören war, aber meine Menschen haben sich nicht bewegt und stur auf die Glotze (so sagt man schon mal zu 'nem Fernseher) geschaut, da hab ich mich auch wieder gelegt.
So ging dann das Jahr 2009 zu Ende. Aufregend und spannend, mit viel Spaß und Arbeit. Nächstes Jahr werden wir es etwas ruhiger angehen lassen. Beim Training steht das Wort "Steadyness" im Vordergrund, woran wir bzw. ich viel viel üben muss. Deshalb gehen wir nächstes Jahr eine Pfote vor die anderen!
Schon wieder sind 4 Monate ins Land gezogen. Leider musste vor ein paar Wochen mein Katerfreund Moritz über die Regenbogenbrücke gehen. Ich hoffe, das mein Freund Anton nicht ganz so traurig ist!
Manchmal sagen meine Zweibeiner, das dies der Lauf der Natur sei, das wenn man älter ist, irgendwann nicht mehr so kann und seine letzte Reise antreten muss. Wie alt werden Hunde? Ich werde bald drei, Freund Benny ist schon zwölf und in manchen Zeitungen sind Bilder von Retrievern, die sogar fünfzehn werden. Das ist doch schon ganz schön lang. Da hab ich noch unmengen Zeit, Blödsinn zu machen.
Seit gut einer Woche hab ich dazu aber keine Zeit; ich muss nämlich meine Zeit als Zivildienstleistender kurz "Zivi" absolvieren. Opi Benni ist zu Besuch und ich muss ihn etwas betütteln. So langsam wird auch er alt. Als er das letzte Mal bei uns war, konnte er noch nach oben gehen; jetzt bleibt er freiwillig unten im Wohnzimmer und schläft die meiste Zeit. Gut ist, das das Wetter einigermaßen mitspielt, und wir oft auf Terrassien sind. Eigentlich hab ich nicht viel Arbeit mit ihm. Außer Blutdruck messen (von hinten anschleichen und kurz anspringen) und paar mal am Tag mit ihm ums Waldhaus gehen, damit lässt sich leben. Benny hat "Hundealtersheimer"! Wenn wir ein Stück gehen, bleibt er stocksteif stehen und man kann sehen, wie die Hirnzellen am routieren sind: was mach ich hier und was will ich hier? Dann setzt er sich wieder in Bewegung. Schon komisch! Aber das liegt nicht am Alter, das hab ich mit fast drei Jahren auch schon. Wenn man mich ruft, und ich reagier nicht sofort, dann denk ich mir auch, das ich bestimmt "HAH" habe. Nur meine Leute wollen mir das einfach nicht glauben. Sehr komisch!
Es kann aber auch sein, das er gar keine HAH hat, sondern wir sind wie Spongebob und Patrick!
In der Nacht zu Ostersonntag ist der Osterhase über die Terrasse gehoppelt und hat was für uns dagelassen. So schnell kriegt man gar kein Bild zustande, so schnell hat der Opi Benny sein Ei verdrückt:

und dann kommt Patrick ins Spiel: wer hat mein Ei gegessen?

Wie gesagt, du kannst gar nicht so schnell gucken, da hatte er auch schon meins im Maul. Da wurde aber jemand noch schneller und hat es ihm aus dem Rachen gezogen und mir gegeben. Es gibt doch noch Gerechtigkeit im Hundeleben. Danke!
Gleich werden Opis Sachen gepackt, denn seine Urlaubswoche geht heute zu Ende. Lieber Opi Benny, es war toll, dass du nochmal zum Spielen (oder betüttlen) da warst!
Leider war dies Bennys letzter Besuch bei uns. Am 21. Mai 2010 durfte er über die Regenbogenbrücke gehen.
Wie dicht Freude und Leid beieinander liegen, musste ich noch vor meinem zweiten Geburtstag erfahren.
Nachdem wir uns so über mein gelungenes Wochenende im April gefreut haben, ihr wisst schon ungeplante JP/R und geplanter Wesenstest, musste ich mich von meinem Freund Anton verabschieden. Lange Zeit schon war er sehr krank. Immer mal wieder war er nett zu mir, und dann auch schon mal griesgrämig. Da wusste ich aber noch nicht, das es ihm so schlecht geht. Nur vier Wochen vor meinem Freund Benny ist er am 22. April den Weg über die Regenbogenbrücke gegangen.
Benny und Anton, ihr ward echt große Freunde, ich werde euch nie vergessen!
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