Stonehunter Frostfire Milo Stonehunter Jaumont Jamie
Jetzt erzähl ich euch mal ‚ne Geschichte, so was hab ich noch nicht erlebt.
Hund Hund, war ich durcheinander. Die bringen es aber auch fertig eine Spannung
aufzubauen, wobei ich dann noch nicht mal weiß worum es geht. Und an den
Computer durfte ich auch nicht mehr, denn sonst hätte ich die Mail meines
Bruders Joker gelesen und dann wär ich um einiges schlauer gewesen, oder
auch nicht.
Es fing an einem Samstag an –das weiß ich, weil Gerd frei hatte-. Da kam Leben in
die Bude: es wurde eine Kiste aufgestellt, aha, da kamen Handtücher rein: meine!
Dann wurden alle Dummies zusammengesucht: oh toll gleich gehen wir arbeiten!
Pustekuchen: die wurden auch eingepackt. Nach und nach folgte so mein ganzer
Hausbestand. War die Kiste fertig folgte die nächste: Handtücher rein: nicht meine!
Wolldecke, Ersatzhosen, Socken, Handschuhe, Mütze –och, doch keine, so kalt wird
es nicht-, Regenjacken usw. Dann wurden Schuhe geputzt, Gummistiefel sauber
gemacht und mit irgendeinem Ekelzeugs eingesprüht. Muss ich jetzt noch Husten!
Die haben mich ganz kirre gemacht. Die wussten was, was ich nicht weiß, oh Hund!
Die Nacht konnte ich gar nicht richtig schlafen. Die aber wohl auch nicht.
Am Sonntag hieß es dann um fünf Uhr raus aus meinem Kuschelbett: das wurde auch
eingepackt. Jetzt hab ich gedacht, ich hab was angestellt und die verkaufen mich!
So, all das gepackte Zeug in Auto, ach ja nicht zu vergessen noch ein Korb: mit
Kaffeekanne, Teekanne, Becher, Waffeln und vielen belegten Brötchen. Lecker.
So, alle Mann ins Auto. Kai kam nicht mit, wie auch so vollbepackt wie das Auto
war, hatte ja keiner mehr auf der Rückbank Platz. Da kamen ja auch noch Sitzhocker
und ‚ne Tasche mit kalten Getränken rein.
Los gings. Ich war ja noch so müde, da hab ich dann irgendwann auf meinem
Kuschelkissen die Augen zugetan. Einmal war ich ganz erschrocken: da kommt von vorne
im Dunkeln so ein blöder Fotograf und macht ein Bild von mir. So richtig hell mit Blitz!
Als dann die beiden Zweibeiner am Fluchen waren, hab ich gemerkt, das ich gar nicht
auf dem Bild zusehen sein werde, lustig lustig!
Nun ja, gut zweieinhalb Stunden später waren wir am Ziel. Erst mal raus aus dem Auto
recken, strecken, Schnauze lecken (die hatten Brötchen und ich nicht). Nach und nach
kamen immer mehr Autos mit ganz vielen Hunden. Da hab auch ich es gerafft:
Extremhundeschule am Sonntag! Nein, gerechterweise hieß es „Junghundeseminar –
Einführung in die Dummyarbeit“. Hey, da waren doch tatsächlich meine kleine
Schwester Bonnie und mein großer Bruder Joker mit dabei. Alles wieder gut!
Als alle da waren wurden wir aufgeteilt. Man stelle sich mal vor, wir waren die einzigen Goldies. Alles andere nur Labbies, Flats und andere.
Bonnie, ihre Freundin Ally und noch drei andere Hunde blieben mit Norma unten im Tal.
Joker, Patch, Chumba, Tupper-Labbi (verzeih, ich weiß deinen Namen nicht mehr) und ich
mussten mit Cyra auf den Berg. Uh, war das kalt: Gruß an die Mütze, grins!
Dann ging es los: vier Stunden Dummytraining: voran, voran, voran und nochmals voran; von unten nach oben, von oben nach unten; allein, mit Ablenkung (entweder andere Hunde oder Tupperschüssel); voran, voran und nochmals voran.
Man waren wir fertig. Meine Beine wollten laufen, aber mein Kopf sagte schlafen.
Mittags gab es dann eine größere Pause, wo wir ausruhen konnten. Danach ging es weiter
im Programm. Wieder auf den Berg und wieder voran, voran, voran.
Als es dann immer dunkler und auch kälter wurde, ich hatte ja mein Fell, haben wir
aufgehört. Die anderen sind dann schon mal runter und ich bin mit Anja noch ein bisschen
Beine auspowern gegangen. Die gleiche Idee hatte Sabine mit dem Joker gehabt. Das war
doch zu verlockend. War das toll, mit meinem Bruder durch die Gegend zu rasen. Nur schade,
das Bonnie unten noch ihre Arbeit tun musste. Wir hätten sie gerne dabeigehabt!
Am Ende hatten wir alle doch unheimlich viel Spaß. Nicht nur wir Hunde, sondern auch
alle Zweibeiner. Es wurde viel gelacht, trotz eisiger Kälte. Und gelernt haben wir alle
zusammen auch einiges. Schnell war meiner Zweibeinerin klar, das dies nicht das
letzte Seminar sein sollte, und hat sich schon fürs Nächste schlau gemacht. Das wird
dann ein Wasserseminar für Anfänger werden. Auch bei Norma und Cyra. Ehrlich
gesagt, ich freu mich schon riesig darauf.
Der einzige Nachteil war halt, das der Tag so unheimlich lang war. Insgesamt waren
wir fast vierzehn Stunden unterwegs. Und das für mein erstes Seminar.
Und die Moral von der Geschichte ist: traue nie jemanden der sein Auto voll
bis oben hin lädt und die Sachen gar nicht braucht. Ätsch!!!
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