Stonehunter Frostfire Milo Stonehunter Jaumont Jamie
Am Samstag hieß es wieder Koffer packen. Aber diesmal war irgendwas anders. Immer wieder hörte ich die selben Worte: nein, ich bin ganz ruhig; ich schiebe keine Panik; ich bin die Ruhe selbst. Komisch, wenn die nicht langsam mit der Wahrheit rüberkommen, dann werde ich panisch, versprochen! Als ich dann rausgefunden habe, das ich zu meinem ersten Workingtest fahre, hätte ich mir vor Aufregung fast ins Fell gemacht!
Die Fahrt dauerte auch diesmal nicht so lange. Unser Ziel hieß Schloß Wachendorf:

Wir waren wohl eine Stunde zu früh. Da konnte ich noch ein bißchen Spannung ablassen. Meine beiden Bewacher haben mich aber keine Sekunde aus den Augen gelassen. Zwischendurch hörte ich immer nur, wie schön es hier sei:


Als wir unsere Spazierengehrunde beendet hatten, mußte ich im Auto warten, während Anja und Gerd alle Formalitäten (so sagt man das auf menschlich) erledigten. Mittlerweile kamen immer mehr Autos angefahren und ganz viele Leute und Hunde stiegen aus. Hey, habt ihr mich hier vielleicht vergessen? Ach nein, die Hunde durften nur mal kurz pieseln, und dann wieder ab ins Auto. Nach schier endloser Zeit kamen die beiden dann wieder zurück. Schnupper schnupper, oh, die haben was gegessen.
Dann ging es los. Es folgte eine kurze Ansprache von Simone Wegner -der Sonderleiterin-, sie stellte uns die zwei Richter vor. Es waren der Johan Grootaers aus Belgien und der Andre de Jong aus den Niederlanden. Danach sprach noch der Herr Dötsch vom LCD (Labrador Club). Danach wurden wir in Gruppen aufgeteilt. Ich war in Gruppe 1-15, zusammen mit meinem Bruder Joker und meiner Schwester Hazel. Hund Hund, die riecht immer noch so gut!
Hazel hatte Startnummer 2, der Joki die Nummer 4, und ich startete mit der Nummer 6:

Ich werde euch jetzt mal die einzelnen Aufgaben mit den jeweiligen Richtern erklären:
Aufgabe 1 -20 Punkte- (Andre de Jong) :
Zuerst artig den Richter begrüßen, nicht ich, sondern Anja:

Wir standen in einiger Entfernung an einem See. Etwas weiter weg stand der Werfer. Es folgte der Schuss und das Dummy flog raus. Nach dem ok von andre wurde ich auf Apport geschickt. Hm, Wasser, Leichtigkeit. Reingesprungen, Dummy geschnappt, rausgeholt, leider kurz angeschüttelt, aber sonst ging es gut. Für ein Foto war ich zu schnell, oder du mein Gerd zu langsam. Deshalb nur ein Bild vom Werfer:

Aufgabe 2 -18 Punkte- (Andre de Jong):
Ab ging es auf einen Waldweg. Zuerst mal wieder Richter begrüßen (war ja ein neuer)! Nach der Erklärung kam ein Walk-up mit dem Richter:

Schuß und ein Dummy flog durch die Luft. Dann weiter und noch ein Dummy ohne Schuß. Dann einmal umdrehen und an den Ausgangspunkt zurückgehen. Dann wurde ich wieder mit Apport geschickt. Schwer wars, weil die beiden Dummys so dicht bei einander lagen. Zum Glück habe ich mich für eines entschieden.
Aufgabe 3 -20 Punkte- (Andre de Jong):
Diesmal blieben wir auf dem gleichen Waldweg, nur die Richter haben getauscht.

Wir sollten mitten auf dem Weg stehen bleiben, mit Blick zur einen Waldseite. Dort stand der Werfer. Schuss und Dummy flog. Dann 180° Drehung und Andre de Jong war schon auf dem Weg ins Gebüsch um ein weiteres Dummy zu werfen. Das hat natürlich vorher schon geraschelt, so daß es schwer war, sich auf die erste Makierung zu konzentrieren. Ich mußte sitzen bleiben, Anja hat das Dummy von Andre geholt und mich dann zu sich gerufen. Erst danach durfte ich das erste Mark holen. Bin total stolz, der Richter hat mich gelobt.
ranrufen: Apport auf die erste Markierung:

und zurückkommen:

Aufgabe 4 -19 Punkte- (Johan Grootaers):
Hui, die nächste Aufgabe war ein Blind, zwar ein beschossenes, aber immerhin ein Blind:

Wir sind wieder am See. Paralell zum Ufer stehen wir Richtung Werfer (Entfernung ca. 20m). Johan erklärt uns, daß das Dummy noch ca. 5m links vom Werfer, bzw. rechts von uns liegt. Also keine gerade Linie, sondern noch um die Ecke des Sees herum. Ok, Johan gibt das Zeichen und der Werfer gibt den Schuß ab. Ich werde ausgerichtet und mit voran geschickt:

Ich habs auch direkt gefunden und bin wieder zurück. War bloß nur so im Rausch, das ich ein wenig auf dem Dummy gekautscht habe, was Johan nicht so toll fand.

Eigentlich sollte nach der vierten Aufgabe Schluß sein, aber Pustekuchen. Erst einmal gab es jetzt 'ne kleine Mittagspause. Hm, lecker Banane! Dann ein bißchen ausruhen. Ging aber nicht so einfach, weil halt immer was zum Gucken da war.
Wenn zwei sich beraten kommt meist nix Gutes dabei raus:

Zu Anfang haben die zwei behauptet, ja vier Aufgaben werden es sein, aber sie hätten noch eine fünfte im Kopf. Und nach der Pause haben sich auch noch eine sechste ausgedacht.
Aufgabe 5 -19 Punkte- (Andre de Jong):
Diese Aufgabe wurde eine Suche. Im hohen Bewuchs lag ganz einsam ein kleines Dummy und wollte gerettet werden. Ok, Aufgabe wurde erklärt. Danach schön ausrichten und mit Such losgeschickt:

Habe schnell Wind bekommen und das Dummy gerettet. Und wieder schnurstracks zurück:

Aufgabe 6 -18 Punkte- (Johan Grootaers):
Diese letzte Aufgabe hatte es wirklich in sich. Unser Ausgangspunkt war der Baum rechts im Bild:

Aufgabe war: sobald das Dummy -welches man im unteren Bild fliegen sieht- nicht mehr zusehen ist, den Hund (mich) in den Apport zu schicken.

auf Kommando ab die Post:

scharfe Rechtskurve:

Dummy suchen -bloß nicht von der anderen Gruppe gegenüber ablenken lassen- und wieder zurück:


Ich hab's geschafft!
Alle sind froh, das ein langer, aber schöner Tag zu Ende geht.

Jetzt müssen wir nur noch warten, das die Richter sich zusammensetzen und unsere Ergebnisse auswerten.
Guckt mal, das ist ein Geschenketisch:

Die beiden Tüten waren für die Richter. Die Tassen waren jeweils für die Teilnehmer. Und in den Tassen befand sich aber auch noch ein Beutel mit Leckereien für uns Hunde.
Als Johan und Andre fertig mit Rechnen waren, kam die Siegerehrung. Erst wurde die Veteranenklasse geehrt. Die haben wohl auch ganz toll gearbeitet. Supi, Kingergarten und Seniorenstift, das ist doch was! Danach kam die Schnupperklasse dran. Ehrlich gesagt, ich war ja im Auto. Habe das alles gar nicht mitbekommen. Als die beiden dann aber zu mir kamen, wußte ich schon, das was ganz tolles passiert sein mußte. Die haben beide um die Wette gestrahlt. Honigkuchenpferde sind da noch Waisenkinder gegen!
Hund, prima, ich habe den 2. Platz belegt!
Meine Schwester Hazel hat den Vogel abgeschossen, die ist nämlich erste geworden. Und mein Bruder Joki war auch ziemlich gut, er ist siebter geworden. Mensch, 'ne Hund, drei Stonehunters unter den ersten Zehn. Moni und Rudi: ihr habt tolle Hunde!
Nach diesem schönen Tag, bei dem Wetter an so einem schönen Ort, sagen Gerd, Anja und ich Danke an den LCD, an Simone Wegner, die Richter Johan und Andre, an alle Helfer und an die anderen Hundebesitzer.

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